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3. Juni 2005
Der Tag beginnt fast wie jeder andere - NEIN - doch nicht - es ist ja unser Hochzeitstag - der Tag der standesamtlichen Trauung.
Carola hat sich noch einen Termin in der Früh bei der Kosmetik ausgemacht - ich habe unser Auto waschen und innen die Fenster putzen lassen, bin dann noch den Brautstrauß und ein paar Brötchen holen gefahren.
Da es nun mal Sitte ist, der Holden am Tage nach der “Kirchlichen” was zu Füßen zu legen, mußte ich mir auf die Schnelle etwas einfallen lassen. Mein Weg führte mich zum Juwelier. Keine voreiligen Schlüsse, sollte kein großer Klunker werden. Da sich das, was Caro sich wünschte nicht so einfach ohne ihr Beisein besorgen lies, habe ich nur ein symbolisches Geschenk gekauft - einen Gold- nein Drahtesel- für´s Kettl.
Gegen 11 Uhr waren wir beide wieder zu Hause. Auch Karin, Caros Trauzeugin war schon da - meine zukünftige Frau braucht ja schließlich noch ne gscheite Frisur. Alex, mein Trauzeuge und seine Frau Sabine, halfen mir beim Herrichten der Brötchen - ein bisserl was muß man ja auch noch essen vor der Zeremonie.
Schön langsam füllte sich unser kleiner Garten.- die Verwandten und Freunde aus Germany treffen ein. Gegen 13:15 werde ich schön langsam nervös - es fehlt noch der Mann von Karin - damit war unsere schöne Logistik im Eimer, da wir 2 Personen nicht in unseren Auto´s unterbringen konnten - was tun?
Mike stürzte völlig aufgelöst in´s Schlafgemach um Caro, welche noch immer in schönster Underwear stand, darüber zu informieren. Ihr Kommentar “Keep cool”.
Nach 1/2 2 Entwarnung - Gerhard kommt angefahren - wir alle hinein in die Autos und los - kurz nach dem Wegfahren der nächste Schock - Caro hat ihren Brautstrauß in der Küche stehen lassen - also retour - hinein - Brautstrauß holen und ab Richtung Standesamt. 2 Minuten nach 14 Uhr sind wir in Hietzing vor dem Standesamt angekommen. Jürgen (wir haben uns letztes Jahr bei der Planung unserer USA-Urlaube im Stammtisch-Forum kennengelernt)- kommt auch gerade. Er hat sich zu unserem Glück als Fotograf zur Verfügung gestellt, da wir sonst keine professionellen Foto´s hätten. An dieser Stelle großes Dankeschön an Dich lieber Jürgen.
Schön langsam sind wir alle. Alle? Nein 2 Pärchen fehlen noch. Ein ehemaliger Arbeitskollege mit Frau sowie Uli und Volker vom Stammtisch (das war auch eine lustige Geschichte wie die beiden zu unserer Hochzeit kamen - die erzähle ich Euch allen vielleicht später mal)
Ich schaute noch kurz mal vor die Tür - niemand zu sehen. Schade dachte ich so in mir - jetzt fliegen die beiden so weit und dann kommen sie zu spät oder finden das Standesamt nicht.
Unsere Trauung wurde aufgerufen. Wir zogen Hand in Hand in den Trauungssaal ein. Kurz bevor die Tür geschlossen wird - sehe ich in den Augenwinkeln noch 2 Pärchen herein huschen. Jö fein - jetzt sind alle da!!!
Nach einer kurzen Ansprache - kam endlich der Höhepunkt des Tages - die Standesbeamtin fragte uns nacheinander, ob wir wirklich heiraten wollten - und wir beide beantworteten diese Frage laut und deutlich mit “JA”.Sie erklärte uns dann - Kraft ihres Amtes zu rechtlich verbundenen Eheleuten. Der Ringwechsel und ein Kuss besiegelten dieses.
Endlich kommen wir zum gemütlichen Teil des Tages - wir trafen uns alle beim Heurigen EDLMOSER in der Maurer Lange Gasse - faktisch unser Nachbar und Stammheuriger.
Luzi, Karl Heinz und Michael Edlmoser erwarteten uns schon - nach einem Gruppenfoto mit dem Brautpaar :-) wurden dann gleich unsere trockenen Kehlen befeuchtet. Es gab Wein, Bier, Almdudler und Wasser.
Nach der Jause (Kaffee und Apfel- oder Topfenstrudel) packten wir unsere ersten Geschenke aus. Nach einigen Kuverts, mit Finanzspritzen für unsere Reisekassa, gab es dann noch ein großes Paket zum öffnen. Uli hatte, im Auftrage unserer Stammtischfreunde, ein Collage für uns gebastelt. Meine Enkeltochter war ganz begeistert über so viele Geschenke - aber nicht nur sie.
Auf diesem Weg auch noch mal ein
riesiges DANKESCHÖN an ALLE!!!
Da wir an diesem Tage keine Musik engagiert hatten, viel uns das Knurren unterhalb der Tischplatte bald auf, so dass das Buffet eröffnet werden musste.
Das Buffet, Kümmel- und Schweinsbraten mit Sauerkraut und Knödel, Schnitzeln, Hendln, gebackenes Gemüse, verschiedene Salate und so manches mehr wurde von mir, dem Bräutigam freigegeben.
Ich glaube es hat allen geschmeckt - und war ganz wichtig als Unterlage für den Wein, der dann reichlich floss.
Eine kurze Führung durch den Weinkeller der Fam. Edlmoser brachte etwas Auflockerung für diejenigen, welche noch kein so ausgebildetes Heurigensitzfleisch hatten.
Wir feierten noch bis am späten Abend. Leider mußte dieser Tag etwas früher zu Ende gehen - der ganz große Tag stand uns ja noch bevor.
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